- Ziel der ambulanten sozialen Dienste ist es,:
- Kranke, behinderte, pflegebedürftige und ältere Mitbürger in ihrer Wohnung zu betreuen
- die ärztliche Behandlung durch häusliche Pflege zu unterstützen
- Krankenhausaufenthalte zu verkürzen oder zu vermeiden
- Pflegeheimaufnahmen hinauszuzögern
- Angehörige zu beraten.
Die Hauptaufgaben der Sozialstation liegen im medizinisch-pflegerischen Bereich. Darunter versteht man:
- Die Grundpflege (Hilfe beim Anziehen und Waschen, das Betten und Lagern, die Pflege und Reinigung von Zahnprothesen, Zubereitung von Mahlzeiten, Hilfe beim Essen)
- Die Behandlungspflege (Wechseln von Verbänden, Wundbehandlung und andere medizinische Maßnahmen, sofern sie vom Arzt verordnet wurden)
- Die aktivierende Pflege (Beschäftigungs- und Bewegungstherapie)
- Die Pflege und Begleitung Sterbender.
Pflegeberatung und Pflegekurse
Mit der täglichen Betreuung von kranken und pflegebedürftigen Menschen leisten pflegende Angehörige Großartiges. Sie helfen mit, dem Wunsch der meist alten und kranken Menschen zu entsprechen, und ihnen ein Verbleiben in der gewohnten häuslichen Umgebung zu ermöglichen.
Viele Menschen leisten aktiv Pflege, obwohl sie selbst körperlich und seelisch erschöpft sind. Persönliche Interessen und Wünsche müssen oft umständehalber zurückstehen. Vielfach wünschen sich die pflegenden Angehörigen Hilfestellung und Anleitung bei der Betreuung der ihnen anvertrauten Menschen. In erster Linie
- Medizinische Information und Beratung
- Information über Pflegehilfsmittel
- Erlernen von Pflegetechniken
- Stundenweise Entlastung.
Im § 45 des elften Sozialgesetzbuches legt der Gesetzgeber fest, dass die Pflegekassen für Angehörige und sonstige an einer Pflegetätigkeit interessierten Personen Schulungskurse unentgeltlich anbieten, um soziales Engagement im Bereich der Pflege zu fördern und zu stärken, Pflege und Betreuung zu erleichtern und zu verbessern sowie pflegebedingte körperliche und seelische Belastung zu mindern. Die Kurse sollen Fertigkeiten für eine eigenständige Durchführung der Pflege vermitteln. Die Schulung soll auch in der häuslichen Umgebung des Pflegebedürftigen stattfinden.
Die ASB-Sozialstation vermittelt die theoretischen und praktischen Grundlagen und leistet damit einen wertvollen Beitrag zur Gestaltung des Pflegealltags.